Glück


Gedanken zum glücklich sein.


Glücksgefühle sind individuell, jeder ist über etwas anderes glücklich. Glücklichsein hängt vermutlich stark mit Wünsche haben zusammen. Wer Wünsche hat, der hat auch Ziele, Ziele deren erreichen Spaß macht. Hat man seine Wünsche jedoch erfüllt, so sterben sie, sie sterben den grausamen Tod der Realität. Daher muss man immer noch ein paar Wünsche übrig haben sonst wird das Leben trostlos. Deshalb sind arme Menschen häufig glücklicher als reiche.

Das Leben in der Stadt empfinden deshalb viele so schön, weil man ständig mit neuen Wünschen konfrontiert wird, Wünsche die man sich teilweise auch sofort erfüllen kann. Bei Sonnenschein entsteht der Wunsch in einem schönem Lokal draußen zu sitzen. Man erfüllt sich diesen vergleichsweise kleinen Wunsch, und ist glücklich.

Bei schönem Wetter kann man mehr draußen erledigen, sich mehr Wünsche erfüllen, wie in die Badeanstalt gehen, also ist man bei schönem Wetter glücklicher. Was aber wenn immer schönes Wetter ist, nach einigen Wochen ist der Wunsch jeden Tag baden zu gehen sehr gering, aber Schifahren währe toll. Auch möchte sicherlich niemand jeden Tag in dem gleichen Lokal draußen sitzen, und währe das Wetter noch so toll, man hat den Wunsch auch mal was anderes auszuprobieren. Man sucht instinktiv neue Wünsche.

Auch die Anerkennung anderer spielt eine große Rolle. Es heißt zwar lieber der ärmste der Reichen, als der König der Bettler, aber glücklicher ist wahrscheinlich der von anderen Bettlern bewunderte König der Bettler. Der ärmste der Reichen ist der letzte in seiner Gruppe, auf ihn wird herabgesehen, weil er sich manches eben doch nicht leisten kann, und weil es das eigene Selbstwertgefühl steigert, auf andere herabzusehen. Er kann keinem Vergleich in seiner Gruppe standhalten, und flüchtet deshalb häufig in andere Bereiche „Ich bin viel sportlicher, als die meisten.“ Und schon kann auch er auf andere herabblicken und sich bewundern lassen.

Unglücklich ist also, wer keine Wünsche oder Ziele mehr hat, und in seinem Umfeld nicht ernst genommen oder gar verachtet wird. Negativ aufs glücklich sein wirkt sich auch alles aus, was als Zwang oder Gängelung empfunden wird, und sei es noch so gering, wie z.B. den Müll sortieren zu müssen, oder auch nur eine rote Ampel. Hat man hingegen eine „grüne Welle“ ist man wieder glücklich. Je stärker der Zwang, je unglücklicher wird man.

Am besten kann man das eigene Glücklich sein herausfinden, wenn man sich mit dem eigenem Unglücklichsein beschäftigt.



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